Erfahrung

Seit über zehn Jahren beschäftige ich mich professionell mit Texten und Sprache. Vom Studentenjob als Tutor für Essay-Schreiben bis zum eigenhändigen Aufbau eines Corporate Online-Magazines – hier findest du einen kommentierten Abriss meiner bisherigen Berufserfahrungen (eine Liste mit allen Veröffentlichungen gibt’s im Archiv, eine datenbasierte Auswertung meiner Arbeit unter dem Menüpunkt Erfolg):

heycar

Von August 2019 an habe ich bei der Gebrauchtwagenplattform heycar, deren Hauptinvestoren der VW- und der Daimler-Konzern sind, als leitender Redakteur ein Online Auto-Magazin aufgebaut. Nach einem Jahr konnte es bereits einen monatlichen organischen Traffic im mittleren fünfstelligen Bereich verzeichnen und insgesamt siebenstellige Aufrufe via Facebook generieren.

Im Zuge meiner Redaktionsleitung habe ich nicht nur die Arbeit von Freelancern, Agenturen und einem internen Autoren-Team koordiniert, sondern auch selbst mehr als zwei Dutzend Artikel geschrieben. Dabei habe ich stets versucht, im Rahmen der Möglichkeiten über typischen SEO-Content hinauszugehen und Texte zu schaffen, die sich von der Qualität mit klassischen Printmedien messen können. Ein in meinen Augen gelungenes Beispiel ist dieser Bericht von einem Tag auf der Rennstrecke:

Beim Rennstreckentraining

Eine besondere Herausforderung, aber auch ein besonderer Spaß während dem guten Jahr bei heycar waren knapp 20 Autotests, auf deren Basis Artikel für das Magazin entstanden sind. Die gesamte Planung, Koordinierung und Umsetzung dieser Tests lag bei mir. In einigen Fällen habe ich darüber hinaus auch die Fotos von den Autos geschossen, etwa hier:

Im Test: BMW M135i xDrive

Wenn du wissen willst, wie erfolgreich meine Arbeit bei heycar war, schau dir auch meine Auswertung an!

Comtravo

Für das Berliner Startup Comtravo, das die automatisierte Planung und Buchung von Geschäftsreisen anbietet, habe ich als Ghost Writer eine Reihe von Artikeln erstellt. Von diesen Texten sind nicht mehr alle online. Noch zu finden ist beispielsweise dieser hier:

Spesen auf Geschäftsreisen: So wird geschummelt

Die Schwierigkeit bei diesem Auftrag bestand darin, die Recherche eines Themas und das Verfassen des entsprechenden Artikels in vier bis sechs Stunden zu erledigen. Anders hätte sich der Auftrag nicht gerechnet. In einem Fall habe ich in dieser extrem kurzen Zeit sogar noch ein Telefoninterview mit einem Detektiv geführt.

nu3

Von März 2017 bis Mai 2019 war ich für das Berliner Unternehmen nu3, einem Anbieter von „intelligenter Nahrung“, als Online-Redakteur bzw. Content Manager tätig. Rund um den thematischen Schwerpunkt Fitness-Training und Ernährung für Sportler habe ich gemeinsam mit der SEO-Abteilung eine Serie von hochwertigen Landing-Pages geplant und erstellt, die noch immer für rund 50 Prozent des organischen Traffics der Domain sorgen. Mehr zum Erfolg meiner Arbeit bei nu3 gibts in der Auswertung!

Mein Aufgabenspektrum umfasste:

  • Themenplanung nach ausführlicher Keyword-Recherche
  • Texterstellung
  • Briefing von externen Autoren
  • Redaktion
  • Bildrecherche und -bearbeitung
  • Briefing der Grafik
  • Content-Management (WordPress-basiertes CMS)

Hier findest du zwei Beispiel-Artikel, die gut veranschaulichen, aus welchen Elementen (Bilder, eigens erstellte Grafiken, PDF-Listen zum Download, Tabellen und natürlich Produkteinbindungen) sich unsere sehr erfolgreichen Landing-Pages bei nu3 zusammengesetzt haben:

Endlich Kreuzheben lernen

Top-Lebensmittel für den Muskelaufbau

Bei der Arbeit habe ich sowohl auf ausgesuchte Fachliteratur wie auch auf persönliche Erfahrungen als Sportler zurückgegriffen. Durch eine parallele Ausbildung zum Fitness-Trainer (A-Lizenz), zum Functional-Trainer sowie zum Faszien-Trainer konnte ich diesen persönlichen Hintergrund mit weiterem Wissen unterfüttern und dieses auch in die Textarbeit einfließen lassen.

kfzteile24

Für kfzteile.24, einen führenden Online-Shop für Autoteile, habe ich Anfang des Jahres 2017 fünf Fachartikel über die Kosten für den Austausch bestimmter Autoteile erstellt. Die Herausforderung lag hier im Verständnis der komplexen technischen Gegebenheiten bzw. in der adäquaten Wiedergabe dieser im Text. Hier einer der Artikel als Beispiel:

Die Kosten beim Wechseln von Bremsen beim Auto

Rakuten Deutschland

Von Juni 2016 bis März 2017 arbeite ich als Online-Redakteur und Blogger für das neu geschaffene Rakuten Magazin, das mittlerweile eingestellt wurde. Ziele des Projekts waren:

  • Brand-Building für die Marke Rakuten
  • Erzeugung organischen Traffics für den Online-Marktplatz rakuten.de
  • Bewerbung ausgewählter Produkte

Viele der Artikel von damals sind nicht mehr online, doch einige wurden unter veränderter Aufmachung recycelt, unter anderem dieser hier:

Heimkino einrichten: Was braucht man?

Deutscher Bundestag und BZgA

Für die Agentur Minax Intermedia war ich im Rahmen eines Projektes drei Monate lang Online-Redakteur für mitmischen.de, das Jugendportal des Deutschen Bundestags. Darüber hinaus habe ich während dieser Zeit ein Blog-Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegen Online-Sucht von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mitbetreut. Der #echtzeit-Blog ging Mitte Februar 2016 online.

Meine Arbeit als Online-Redakteur umfasste:

  • Redaktion der Texte
  • Themenrecherche und Planung einzelner Beiträge
  • Intensives inhaltliches und formales Briefing der Blogger und Nachwuchsautoren
  • Verfassen von Artikeln, Headlines und Teasern
  • Abstimmung mit Interview-Partnern und Kunden
  • Bildrecherche und -bearbeitung
  • Einstellen der Texte und Grafiken in die Content Management Systeme Drupal und Fiona

Verdi

Mein erster (und bisher einziger) gedruckter Text! In diesem schildere ich im Auftrag der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi meinen frustrierenden Einstieg ins Berufsleben als Geisteswissenschaftler und wie ich mit einem privaten Blogeintrag mal einen Shitstorm ausgelöst habe.

Berndt Media Verlag

Mein erster Job nach dem Studium war eine Stelle als Verlagsassistent beim Berndt Media Verlag, der in NRW mehrere Kulturmagazine herausgibt. Meine Aufgaben entsprachen im Wesentlichen denen eines Redakteurs:

  • Recherche
  • Verfassen von Nachrichten, Vorschauen, Kritiken und Artikeln
  • Lektorat
  • Bildbearbeitung
  • Content Management
  • Austausch mit externen Autoren

Dazu konnte ich Erfahrungen in der Anzeigenabteilung sammeln, wo ich unter anderem in der Akquise tätig war.

Obwohl ich nach drei Monaten die Chance erhielt, die Chefredakteurin abzulösen, entschied ich mich dafür, als freier Journalist weiterzuarbeiten. Dabei blieb ich dem Berndt Media Verlag verbunden. Hier drei der Artikel, die damals entstanden:

Mit der Kamera auf den Strich

Nazis, Eisbären und ein Kölsch zum Abschluss

Krieg und Frieden an der Schule

Universität zu Köln

Wer in Köln Philosophie studiert, muss gleich im ersten Semester zwei Pflichtseminare absolvieren: „Logik und Argumentation“ und „Textverständnis und Essaytraining“. In diesen habe ich mich so gut geschlagen, das mich der Dozent im Anschluss fragte, ob ich nicht als Tutor für ihn arbeiten will.

Durch diesen Job habe ich mich das ganze Studium hindurch besonders eingehend mit Texten und Sprache befasst. Darüber hinaus war die Sprachphilosophie einer meiner Schwerpunkte – sofern man bei einem Bachelor-Studium schon von Schwerpunkt reden kann.

Für mein heutiges berufliches Schaffen war mein Studium die beste Grundlage, denn anders als gerne gefrotzelt wird, sollten philosophische Texte messerscharf formuliert und glasklar aufgebaut werden. Denn sind sie das nicht, kann sie ja erst recht niemand mehr nachvollziehen.

Eine maximal klare Sprache ist damals mein Leitstern geworden. Oder um es mit Wittgenstein zu sagen: „Was sich überhaupt sagen läßt, läßt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muß man schweigen“. 

Index Furniture Journal Mumbai

Weil du es bis hier unten geschafft hast, verrate ich dir ein Geheimnis: Das Praktikum beim Index Furniture Journal in Mumbai hat niemals stattgefunden. Während der drei Monate, die ich im Jahr 2008 in Indien war, habe ich so ziemlich alles gemacht, nur kein Praktikum, wie es in meinem Lebenslauf steht.

Fragst du dich nun: Warum ist der so blöd, seine Schwindelei hier offenzulegen? Die Antwort ist ganz einfach: Weil ich in Indien viel mehr geschrieben habe, als ich es bei einem Praktikum getan hätte, sodass die Reise für mich unendlich lehrreich war. Schließlich gab es während meiner Tour über den halben Subkontinent, bei der ich größtenteils alleine unterwegs war, abends oft nur mich und mein Tagebuch – und die verrückten Erlebnisse in diesem wilden Land.

Diese Erlebnisse in Worte zu fassen und für später zu konservieren, war ein starker Antrieb für die intensive Beschäftigung mit meiner eigenen „Schreibe“ und hat den Grundstein für mein Studium und meinen späteren Beruf gelegt.

Du bist anderer Meinung und findest, wer ein Praktikum im CV hat, sollte es auch wirklich gemacht haben? In diesem Fall vergiss, was du gerade gelesen hast. Ich lege dir gerne das Praktikumszeugnis und einen Bericht über meine Aufgaben vor ;-)